Die einen werden durch einen Baum zu Freudentränen gerührt, für die anderen ist er nur etwas Grünes, das im Weg steht. Für die einen ist die Natur lächerlich und missgestaltet, andere nehmen sie nicht einmal wahr. Doch für den, der Fantasie hat, ist die Natur die Fantasie selbst. (William Blake)

 

Die Bedeutung des Waldes für den Menschen

Seit jeher ist der Wald für die Menschen in unseren Breitengraden von hoher Bedeutung, denn er ist die grüne Lunge der Erde. Früher war er Nahrungsquelle, Schutzraum aber allen voran Lebensraum  und -grundlage unserer Urahnen. Heute stellt der Wald für viele nur mehr eine Einnahmequelle dar, aber immer mehr Menschen erkennen auch seinen Wert als Kraftquelle (wieder).

Der Wald als Kraftquelle – eine Möglichkeit, die nicht nur erschöpfte und ausgebrannte Menschen nutzen sollten. Ganz im Gegenteil, ein Spaziergang durch den Wald kann jeden Einzelnen von uns mit neuer Lebensenergie versorgen. Besonders alte und gesunde Bäume strömen sehr viel davon aus.

Warum der Wald ein wichtiger Bestandteil meines Lebens ist

In meiner Kindheit habe ich jede freie Minute draußen verbracht. Der Wald war praktisch vor der Haustüre und so haben wir Kinder uns oft und gern dort aufgehalten. Es gab einfach immer etwas zu erleben: wir bauten Baumhäuser, je nach Jahreszeit wurde Pilze und Beeren gesammelt. Und fast täglich spazierten wir durch den Wald zum Nachbarsbauer, der unsere Familie mit frischer Milch versorgte.Oftmals begleitete ich auch meinen Großvater, wenn er in unserem Wald nach dem Rechten sah.

Und auch jetzt ist er mir sehr nahe, denn ich lebe wieder am Waldrand. Nur ein paar Schritte durch meinen Kräutergarten und ich bin umringt von Bäumen und stehe mitten im Wald. Es ist dort angenehm leise und unterstützt mich vor allem immer wieder dabei innere Ruhe zu erlangen.

Waldtherapie? In Japan sogar offiziell vom Arzt empfohlen und auch an der Ostsee schon praktiziert. 

In den 1980-er Jahren wurde in Japan der Begriff „Shinrin Yoku“ geprägt, was so viel bedeutet wie „Baden in der Waldluft“. Im Land der aufgehenden Sonne wird „Waldtherapie“ sogar von Ärzten empfohlen, um Stress und diversen Krankheiten entgegenzuwirken. Aber auch in der Prävention und besonders zur Stärkung der Atemwege und des Herzkreislaufsystems wird sie dort verschrieben. Und auch in Europa gibt es mittlerweile den ersten offiziellen Kur- und Heilwald, und zwar in Heringsdorf auf der Insel Usedom an der Ostsee. Er ist sowohl für Patienten von Rehakliniken als auch für Interessierte zugänglich, die vorbeugend etwas für ihre Gesundheit tun wollen und zeichnet sich  durch eine einzigartige Kombination aus See- und Waldluft aus.

Im Grunde ist unter Waldbaden jedoch nichts anderes zu verstehen, als die Stille und Idylle des Waldes zu genießen und seine belebende Wirkung bewusst wahrzunehmen und dadurch (Selbst-)heilung zu erfahren. Klingt einfach, oder? Scheint es aber oft doch nicht zu sein, denn genau diese Fähigkeit haben viele Menschen im Zeitalter von Globalisierung, Digitalisierung, Stress und Konsumorientierung leider verloren.

Mit allen Sinnen wahrnehmen

Dem Menschen stehen auf der Erde grundsätzlich drei Hauptquellen zur Verfügung, um Lebensenergie aufzunehmen: Sonne, Luft und Erde. Besonders über den Atem können wir bewusst die angenehme, erfrischende Waldluft absorbieren. Der Wald bietet uns aber auch eine wunderbare Möglichkeit, unsere Sinne wieder einmal bewusst wahrzunehmen und uns in Achtsamkeit zu üben. Wenn wir uns die Zeit nehmen und uns während eines Waldspaziergangs an einen ruhigen Platz begeben, kann es zudem gelingen zumindest für einen Moment vollends zur Ruhe zu kommen.

  • Hören: Für ein paar Sekunden die Augen schließen und bewusst (hin)hören. Es scheint, als wäre es doch nicht ganz still – die Stimmen des Waldes beispielsweise in Form der Vögel wahrnehmen.
  • Sehen: Die Bäume und Pflanzen in ihrer Form, Farbe und Gestalt betrachten. Es gibt keinen zweiten, identen Baum – jeder Baum ist einzigartig (wie wir Menschen auch). Und mit etwas Glück können ab und zu auch Tiere wie zum Beispiel Vögel, Rehe oder Igel entdeckt werden.
  • Riechen: Die wohlschmeckende, frische Waldluft ist nicht nur Balsam für die Seele sondern auch für unsere Lungen. Im Gegensatz zur Stadtluft kann im Wald staubfrei geatmet werden.
  • Schmecken: Der Wald bietet allerlei essbare Schätze, die es zu entdecken gilt. Aber Achtung: nur verzehren, was Du kennst!
  • Tasten: Mit den Händen einen Baum berühren oder einfach mal barfuß ein paar Schritte am Waldboden gehen (übrigens eine besonders effektive Variante Lebensenergie zu tanken und besonders schön kann sich das anfühlen auf einem bemoosten Waldstück).

Der Wald bietet dem Menschen eine einfache und kostengünstige Methode seine Seele für einen Moment baumeln zu lassen und neue Kraft zu schöpfen. Und noch dazu ist der Wald so gut wie immer in unserer Nähe. Goethe schrieb wohl nicht umsonst: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da.“

In diesem Sinne raus aus der Komfortzone und rein in den Wald!

Viel Spaß beim Waldbaden,

Eure Petra

aka Yavida

 

Information: Werbung, unbeauftragt!

Dieser Text handelt von meinen persönlichen Erlebnissen und Empfehlungen, die eine werbende Wirkung haben könnten, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt oder bezahlt wurde!