Die Adventszeit neigt sich dem Ende zu, Weihnachten steht vor der Tür und so auch ein neues Kalenderjahr. Ein guter Zeitpunkt kurz inne zu halten und sich ins Gedächtnis zu rufen, warum wir diese Tage überhaupt feiern (sollten)? Ein persönlicher, kritischer (Er-)klärungsversuch.

Auf der Suche nach den Wurzeln unseres Weihnachtsfests bin ich auf spannende Spuren gestoßen. Denn in diesem Zusammenhang sollten wir nicht ganz auf Mutter Natur und das astronomische Phänomen der Wintersonnenwende, welches rund um den 21. Dezember stattfindet, vergessen. Es markiert gleichzeitig den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres, bedingt durch den tiefen Stand der Sonne (während diese am 21. Juni zur Sommersonnenwende ihren höchsten Stand erreicht) und war für die Menschen seit jeher von großer Bedeutung. Fast parallel dazu zeigt sich am Abend des 22.12. der letzte Vollmond des Jahres am Himmelszelt.

Die Wiederkehr der Sonne

Bereits in der Antike wurde die Wintersonnenwende von Hochkulturen wie beispielsweise den Ägyptern zelebriert. Aber auch die europäischen Heiden begrüßten das neue Licht und feierten die „Wiederkehr der Sonne“, schließlich wurden ab nun die Tage wieder länger. Später griffen Religionen wie etwa das Christentum den heidnischen Brauch auf und so wird seither auch die Geburt von Jesus zur Zeit der Wintersonnenwende gefeiert. Vor der Einführung des julianischen Kalenders (der vor dem heute verwendeten gregorianischen Kalender eingeführt wurde) erfolgte dies übrigens tatsächlich am 21. und nicht am 24. Dezember. Weihnachten als Fest des (wiederkehrenden) Lichts scheint für die Menschen also eine lange und wichtige Tradition zu haben.

Eine kritische Betrachtung

Bedingt durch den Wohlstand unserer westlichen Gesellschaft entwickelt(e) sich Weihnachten im 21.Jahrhundert aber immer mehr zu einem konsumorientierten Fest, welches bereits Monate zuvor eingeläutet wird. Noch bevor Herbst- und Halloweenartikel aus den Läden verschwinden, lassen sich bereits erste Vanillekipferln, Christbaumkugeln oder Weihnachtsmannmützen in den Regalen finden. Städte und Häuser strahlen im (vorwiegend künstlichen) Lichterglanz um die Wette.  Das Schenken und Beschenkt werden nimmt bei vielen einen großen, wenn nicht oft den wichtigsten Stellenwert ein. Und wer selbst nicht gerade die passende Idee parat hat befragt zum Beispiel „Dr. Google“ – Fluch und Segen zugleich, aber vielleicht einfach auch eine Begleiterscheinung unseres Zeitgeistes?! Ob positiv oder negativ darf durchaus kritisch betrachtet werden.

Die Rückkehr des Lichts

Unabhängig vom persönlichen Zugang eines jeden Einzelnen (sprich ob Heiligabend traditionell, kitschig amerikanisch, nach heidnischen Vorbild oder gar nicht zelebriert wird), möchte ich den wahren Ursprung von Weihnachten noch einmal kurz ins Bewusstsein rufen. Wir feiern die Rückkehr des (Tages-)Lichts, das seit der Sommersonnenwende am 21. Juni die Tage hat stetig kürzer werden lassen. Der Jahreskreis schließt sich, die Tage werden wieder länger, das alte Jahr neigt sich dem Ende zu und ein neues wird bald beginnen. Mitunter eine gute Gelegenheit inne zu halten, das Vergangene kurz revue passieren zu lassen und sich anschließend wieder dem Heute zu widmen. Wie wir die letzten Tage, Stunden und Momente des alten Jahres gestalten, soll jedem natürlich selbst überlassen bleiben. Und meist ist dies tatsächlich auch stark abhängig von unseren aktuellen, individuellen Lebensumständen.

Dankbarkeit

Für mich persönlich ist Weihnachten eine Zeit, die ich mit jenen Menschen verbringen darf, die mir wichtig sind: Familie und Freunde. Dafür bin ich sehr dankbar. Nicht jeder aber hat diese Möglichkeit, aus verschiedenen Gründen: vielleicht weil die Lieben weit entfernt leben und gerade nicht da sein können oder weil sie schon gegangen sind. Ich schließe daher besonders all jene Menschen in meine weihnachtlichen Gedanken mit ein, die diese Zeit nicht so verbringen (können), wie sie es sich vielleicht gewünscht hätten.

Euch allen ein friedvolles Weihnachtsfest, viel Kraft und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches, gesundes 2019!

Petra
aka Yavida

 

 

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Dieser Text handelt von meinen persönlichen Erlebnissen und Empfehlungen, die eine werbende Wirkung haben könnten, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt oder bezahlt wurde!