Von meiner Heimat Kärnten aus lassen sich wunderschöne Tagesausflüge in den Alpe-Adria-Raum unternehmen. Im Sommer sind wir dort gerne mit dem Motorrad unterwegs und haben diesmal ua. Bled, Bohinj (Triglav Nationalpark) sowie das Soca-Tal besucht.

Quelle: Google Maps

Es ist ein sonniger Morgen im August, die Wettervorhersage sieht vielversprechend aus. Schon am Vortag haben Karl und ich beschlossen einen Tagesausflug mit dem Motorrad in Richtung Süden zu unternehmen, denn von unserer Oberkärntner Heimat aus ist es nicht allzu weit bis zum Dreiländereck Slowenien – Italien – Österreich, wo es viele schöne Plätze zu erkunden gibt. Um 8 Uhr starten wir schließlich mit unserer KTM Adventure 1190 von Lendorf bei Spittal/Drau in Richtung slowenische Grenze. Nach etwa einer Stunde überqueren wir den Wurzenpass und passieren schon bald darauf Kranjska Gora. Der Ferienort ist vor allem für den Wintersport bekannt, hier finden regelmäßig Weltcuprennen der Herren statt. Doch dieses Mal fahren wir nur durch, denn unser erster Stopp soll erst in Bled sein.

Blick von Bled auf den wunderschönen See und die Burg.

Bled – atemberaubende Kulisse im Herzen von Krain

Der malerische Ort am gleichnamigen See im Herzen von Krain ist unter anderem weltberühmt für seine Cremeschnitten („Kremsnita“), dem kulinarischen Highlight der Region. Sehr vereinfacht gesagt bestehen diese aus Blätterteig gefüllt mit einer Schicht Vanillecreme und einer Schicht Schlagobers. In einem der zahlreichen Cafes am Fuße des Sees gönnen wir uns diese Köstlichkeit natürlich gemeinsam mit einer guten Tasse Kaffee und genießen dabei den herrlichen Ausblick.

Die berühmten Cremeschnitten aus Bled.

Auf zum Bohinj See inmitten des Triglav Nationalparks

Von Bled aus geht es für uns schließlich weiter hinein in den Triglav Nationalpark, der in den Julischen Alpen liegt. Unser Ziel ist der wunderschöne Bohinj See (dt. Wocheiner See). Bis nach Ribcev Laz sind es in etwa 30 Minuten bis man schließlich am Fuße des beeindruckenden Bergsees angelangt ist. Schon allein die Fahrt dorthin empfinde ich als atemberaubend. Aber der Anblick des türkisblauen, glasklaren Wasses verzaubert mich erst so richtig und erinnert mich irgendwie sogar ein bißchen an Westkanada . Wir parken unser Motorrad, suchen uns ein ruhiges Plätzchen und verweilen dort ein wenig, lassen See und Panorama auf uns wirken, eine wahre Kraftquelle! Irgendwann beschließen wir unsere Ausfahrt fortzusetzen.

Der Bohinj See, ein Juwel inmitten des Triglav Nationalparks.

 

Ribcev Laz am Bohinj See.

Soca-Tal – vom Kriegsschauplatz zum Outdoorparadies

Weiter geht es nun in Richtung Tolmin. Dazu muss man vom Bohinj See ein Stück retour fahren in Richtung Bohinjska Bistrica. Nachdem wir Tolmin passiert haben machen wir uns auf nach Kobarid im Soca-Tal, wo wir beschließen eine ausgedehnte Mittagspause einzulegen. Heute bildet der Ort einen beliebten Ausgangspunkt für jegliche Freizeitaktivitäten am Soca-Fluss (ital. Isonzo) wie etwa Kayak, Rafting oder Canyoning. Auch gibt es dort  die Gelegenheit Fahrräder auszuleihen, um die malerische Gegend zu erkunden. Im Zentrum von Kobarid befinden sich zudem einige nette Restaurants, Lokale sowie Souvenirläden. Außerdem gibt es dort ein Museum über die Geschehnisse des Ersten Weltkrieges, wo Kobarid (dt. Karfreit, it. Caporetto) eine zentrale Rolle als Kriegsschauplatz und Namensgeber der 12. Isonzoschlacht einnahm. Das Museum haben wir diesmal nicht besichtigt, wir planen es jedoch für einen unserer nächsten Ausflüge ein.

Ein weiterer Zwischenstopp, diesmal in Kobarid.

Kobarid.

Auf dem Weg nach Hause

Gestärkt geht es schließlich zurück in Richtung Kärnten. Über den Predilpass gelangen wir von Bovec/Slowenien nach Italien, vorbei an den wunderschönen ebenfalls türkisblauen Fusine Seen (Laghi di Fusine) am Fuße des Mangart. In Tarvis überqueren wir bei Arnoldstein die Grenze nach Österreich und erreichen nach etwa 350 gefahrenen Kilometern wieder unsere Heimat. Ein herrlicher Tagesausflug mit einzigartigen Eindrücken geht zu Ende.

Blick auf die Laghi di Fusine bei Tarvis.

Wieder daheim in Kärnten.

Fazit

Drei Länder in nur einem Tag, Berge und Seen gepaart mit kulinarischen Highlights – (Motorrad-)Reiseherz was willst du mehr !?! Eine atemberaubende Strecke, die mit dem Motorrad an einem Sommertag gut und leicht zu bewältigen ist (vorausgesetzt natürlich das Wetter spielt so einigermaßen mit). Bis auf einen kurzen Regenguss während unserer Mittagspause in Kobarid verlief die Ausfahrt trocken.  Besonders die Gegend um den Bohinj See hat uns sehr beeindruckt, ein Juwel inmitten des Triglav Nationalparks, eine wahre Kraftquelle. Dort lohnt es sich auf alle Fälle etwas mehr Zeit zu verbringen. Wir planen bald wieder einen Ausflug in die Gegend zu unternehmen.

Einstweilen alles Liebe,

Eure Petra aka Yavida!

 

 

 

Information: Werbung, unbeauftragt!

Dieser Text handelt von meinen persönlichen Erlebnissen und Empfehlungen, die eine werbende Wirkung haben könnten, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt oder bezahlt wurde!