„Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.“ (J.W. von Goethe). Bei einem Roadtrip ist der Weg das Ziel.

 

Während meines 3-jährigen Aufenthalts in Nordamerika habe ich Roadtrips kennen- und liebengelernt. Und tatsächlich waren es einige, die ich machen durfte: mit dem Wohnwagen von Yukon nach Alaska, mit dem Auto von Toronto nach New York, nach Quebec, durch fast ganz Ontario, Kalifornien oder Arizona. Schlägt man im Duden nach so lässt sich für den Begriff Roadtrip folgende Definition finden: „eine weite Reise mit dem Auto, oft ohne feste Streckenplanung“. Diese individuelle Art zu Reisen hat es mir irgendwie angetan. Sie ermöglicht es, ein Land individuell zu erkunden, unterwegs neue Menschen kennen zu lernen und sich relativ zeit- und ortsunabhängig fortzubewegen. Und das Ganze auf eigene Faust, frei nach dem Motto: Ich bin der Pilot meines Lebens!

Insel Lefkada, Griechenland (2015).

In der Nähe von Butrint, Albanien (2015).

 

Schafe unterwegs in Albanien (2015).

 

Gjipe Beach, Albanien. (2015)

Roadtrip zu zweit mit dem Motorrad

Seit der Rückkehr nach Europa im Jahr 2014 habe ich noch eine andere Variante entdeckt: Roadtrips auf dem Motorrad. Und das obwohl ich nicht selber fahre, sondern „nur“ Mitfahrerin bin (und gerade das kann seinen besonderen Reiz haben, wie ich finde). Bereits in Kanada machten Karl und ich gerne Ausfahrten mit dem Motorrad rund um die Stadt Toronto. Und schon da meinte er öfters zu mir: „Wenn wir wieder daheim in Europa sind, dann machen wir eine richtige Reise mit dem Motorrad, am besten nach Rumänien.“ Ich dachte mir: „Ja, warum eigentlich nicht. Das riecht nach Abenteuer!“ Nach der gemeinsamen Rückkehr nach Kärnten und dem Kauf einer KTM Adventure 1190 im Winter 2014 war die Sache dann geritzt. Die erste Motorradreise schien zum Greifen nahe. Die größte Herausforderung (vor allem für mich) war das Packen, denn es ist wirklich nur Platz für das Nötigste (lies dazu demnächst mehr ).

Mostar, die zauberhafte Stadt zwischen Orient und Okzident.

Ich mit Miklos und Amrita aus Ungarn (kennengelernt am Balkan, 2015).

Den Balkan entdecken

Die erste gemeinsame Motorradreise führte uns an den Balkan (Rumänien sollte ein Jahr später jedoch folgen). Im Mai/Juni 2015 waren wir für knapp zwei Wochen in Südosteuropa unterwegs. Mit der Fähre ging es zunächst von Ancona (Italien) nach Patras (Griechenland) und von dort der Küste entlang durch Albanien, Montenegro, Bosnien, Kroatien und Slowenien wieder retour nach Kärnten. Insgesamt legten wir über 3200 Kilometer zurück und bereisten Plätze, die wir sonst wohl nie gesehen hätten. Unterwegs lernten wir außerdem Miki und Amrita aus Ungarn kennen, die ebenfalls mit dem Motorrad unterwegs waren (Mehr dazu liest Du hier). Natürlich hatten wir vorab eine ungefähre Route ausgearbeitet, jedoch änderte sich diese unterwegs mehrmals – nicht zuletzt deshalb, weil wir immer wieder ein paar Geheimtipps bekamen. Und auch die Unterkünfte buchten wir nicht im Vorhinein, sondern kehrten unterwegs dort zu, wo es uns gerade gefiel. Freiheit und Abenteuer pur! Und es war klar: „Das wird nicht unsere letzte gemeinsame Motorradreise sein. Wo soll es nächstes Jahr hingehen?“ Kaum wieder daheim, begannen wir im Kopf schon wieder mit der Planung für die nächste Saison.

Lavendelfelder am Plattensee in Ungarn (2016).

Ein Ritt durch die ungarische Puszta (2016).

Transfagarasan Pass, Siebenbürgen. (2016)

 

Burg Hunedoara, Siebenbürgen (2016),

Quer durch Ungarn bis nach Siebenbürgen

Im Juni 2016 ging es schließlich durch Ungarn vorbei am Plattensee und quer durch die Puszta nach Siebenbürgen in Rumänien. Erneut waren wir knapp zwei Wochen „on the road“.  Wir wandelten auf den Spuren von Graf Dracula und überquerten die Transalpina sowie den Transfagarasan Pass. Und auf der Rückfahrt besuchten wir in Ungarn Miki und Amrita, die wir im Vorjahr auf unserer Balkanreise kennengelernt hatten. (Lies mehr dazu demnächst in einem detaillierten Reisebericht.) Diesmal waren es beinahe 4000 Kilometer, die wir insgesamt auf der KTM zurücklegten.

Irgendwo in Estland (2017).

In der lettischen Hauptstadt Riga (2017).

Am Peipussee in Estland, hinter uns Russland (2017).

Durch das Baltikum und Polen

2017 sollte es in den Norden gehen. Zunächst brachte uns der Autoreisezug von Innsbruck nach Hamburg. Anschließend fuhren wir von Kiel mit der Fähre nach Klaipeda in Litauen. Von dort aus erkundeten wir das gesamte Baltikum (Estland, Lettland, Litauen) mit den bezaubernden Städten Riga und Talinn, der nördlichste Punkt dieser Reise. Am Nachhauseweg durchquerten wir Polen, wo wir in den Masuren und in der wunderschönen Stadt Krakau noch ausgiebige Halts einlegten. (Lies mehr dazu demnächst in einem detaillierten Reisebericht.). Und diesmal überschritten wir die 4000 Kilometer-Hürde!

Auf diesen für uns einzigartigen Reisen durften wir atemberaubende und teilweise noch ziemlich unbekannte und unberührte Teile Europas entdecken – Eindrücke, welche uns vermutlich sonst verborgen geblieben wären. Und auch für 2018 planen wir bereits eine Motorradreise. Wohin uns diese im September führen wird, verrate ich allerdings noch nicht. Seid gespannt!

Alles Liebe,

Petra aka Yavida

 

 

Information: Werbung, unbeauftragt!

Dieser Text handelt von meinen persönlichen Erlebnissen und Empfehlungen, die eine werbende Wirkung haben könnten, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt oder bezahlt wurde!