Diese Ausfahrt zählt für uns mittlerweile schon zu einem beliebten Must-Do während der Motorradsaison: die imposante Großglockner-Hochalpenstraße. Aber wir scheinen bei Gott nicht die Einzigen zu sein, denen es so geht. Auch dieses Jahr tummeln sich zahlreiche Besucher rund um Österreichs höchsten Berg.

Quelle: Google Maps

Motorradbegeisterte aus aller Herren Länder kommen jährlich nach Österreich, um die beliebte Hochgebirgsstraße gelegen inmitten des Nationalparks Hohe Tauern auf zwei Rädern zu befahren. Sie erstreckt sich auf 48 Kilometern zwischen Heiligenblut (Kärnten) und Bruck (Salzburg). Natürlich kann die Großglockner Hochalpenstraße auch mit dem Auto (sehr viele Cabrios wurden auch dieses Jahr wieder gesichtet), dem Bus (von Heiligenblut kann man sogar bequem mit einem öffentlichen Bus bis zur Kaiser-Franz-Josef-Höhe fahren), dem Fahrrad oder sogar zu Fuß passiert werden.

Mit unserer KTM Adventure 950 beim Nationalparkdenkmal in Winklern/Mölltal auf dem Weg zum Großglockner,

Erster Halt: Heiligenblut

Karl und ich haben es von unserer Heimat aus gar nicht so weit, die Fahrt zum Glockner ist quasi ein Heimspiel. Von Kärnten aus lässt sich die Alpenstraße bequem von Süden her befahren. Diesmal sind wir mit unserer KTM Adventure 950 unterwegs. Durch das Mölltal gelangt man in einer guten Stunde nach Heiligenblut, wo sich uns der höchste Berg Österreichs (Höhe: 3798 m) das erste Mal eindrucksvoll präsentiert. Der malerische Ort am Fuße des Großglockners lädt uns ein zumindest eine Kaffeepause einzulegen, bevor es weiter geht. Zahlreiche Restaurants, Cafés und Souvenirläden säumen den Ortskern. Das Alpendorf bietet neben der Weiterfahrt zur Großglockner Hochalpenstraße auch die Möglichkeit diverse Berg- und Wandertouren im Nationalparkgebiet zu unternehmen. Das Wahrzeichen von Heiligenblut bildet die berühmte Kirche erbaut im gotischen Stil, welche ein beliebtes Fotomotiv darstellt.

Heiligenblut am Großglockner.

Auf zum Großglockner

Von Heiligenblut aus beginnt das eigentliche Abenteuer. Doch zunächst heißt es noch einmal offiziell „Halt“ an der Mautstelle. Wir bezahlen 26 Euro für ein Motorrad-Tagesticket, um die berühmte Alpenstraße befahren zu dürfen. Ein stolzer Preis, der es jedoch allemal wert ist, denn der Straßenzustand ist ausgezeichnet. Errichtet wurde die Großglockner-Hochalpenstraße zwischen 1930 und 1935 unter der Leitung von Ing. Franz Wallack und verbindet die Bundesländer Kärnten und Salzburg. Diese uralte Römerstraße wird jedoch bereits seit der Hallstattzeit benutzt, um den Alpenhauptkamm zu überqueren.

An der Mautstelle bei Heiligenblut.

Auf den Spuren von Kaiser Franz Josef

Von der Mautstelle geht es für uns zunächst in Richtung Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, gelegen auf Kärntner Gebiet. Der wohl bekannteste Aussichtspunkt entlang der Großglockner Hochalpenstraße verdankt seinen Namen natürlich dem damaligen österreichischen Kaiser Franz Josef, der 1856 gemeinsam mit Gemahlin Elisabeth (Sisi) die Gegend besuchte und von Heiligenblut aus zur Pasterze hinaufwanderte, wo seither die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe liegt. Damals galt das Glocknergebiet zudem als beliebtes Jagdgebiet für den Kaiser.

Besucherparkplatz an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, ein beliebter Treffpunkt für Motorradbegeisterte.

Heute befindet sich auf der Kaiser-Franz-Josef-Höhe ein Besucherzentrum mit genügend Parkplätzen. Wir stellen unser Motorrad ab und fangen das obligatorische jährliche „Glocknerfoto“ am Fuße der Pasterze ein, dem auch heute noch größten Gletscher Österreichs. Das Wetter ist herrlich, es ist sonnig und windstill und hat um die 16 Grad, was für das Hochgebirge geradezu ideal ist.

Kaiser-Franz-Josefs-Höhe am Fuße der Pasterze: das obligatorische jährliche „Glocknerfoto“.

Hüttenpause in der Glocknersennerei

Wir schwingen uns wieder auf das Motorrad, ein Stück retour, denn an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe führt die Straße nicht mehr weiter. Nach wenigen Kilometern beschließen wir an der urigen Knapp Kasa, der Glocknersennerei, zu halten und kehren zu. Wir setzen uns an einen Tisch vor der Hütte, gönnen uns die hausgemachte Käsejause und genießen dabei den Ausblick auf den Großglockner.

Käsejause bei der Glocknersennerei, im Rücken wieder der Großglockner.

Hochtor, Fuscher Törl und Edelweißspitze

Gestärkt geht es weiter in Richtung Landesgrenze Kärnten – Salzburg. Diese befindet sich am Hochtor auf rund 2500 Meter Seehöhe, einem historisch sehr bedeutenden Punkt. Dass die Glocknergegend auch früher schon für die Menschen eine wichtige Kraftquelle gewesen sein muss, bezeugt ua. eine bronzene Römerstatuette des Halbgottes Herkules aus der Zeit um Christi Geburt, die an der Südseite des Hochtortunnels gefunden wurde. In der Ausstellung „Passheiligtum Hochtor“ gibt es die Möglichkeit mehr darüber zu erfahren. Außerdem kann vor dem Tunnel ein Exemplar der berühmten Rotationspflüge bestaunt werden. Von Ende Oktober bis Anfang Mai ist die gesamte Großglockner Hochalpenstraße nämlich gesperrt und unter Schneemassen verborgen, sie wird jedes Jahr eindrucksvoll mit den bereits seit rund 60 Jahren im Einsatz befindlichen Rotationspflügen geräumt und so für Besucher wieder zugänglich gemacht.

Hochtor, Grenze Kärnten-Salzburg.

 

Die berühmten Rotationspflüge für die Schneeräumung im Frühling.

Für uns geht es weiter vorbei am berühmten Fuscher Törl (bereits auf Salzburger Seite) hinauf auf die Edelweißspitze. Im Zuge der Errichtung der Großglockner Hochalpenstraße wurde diese 1,6 km lange Strecke in den 1930-er Jahren erbaut sowie eine Berghütte errichtet, welche immer noch in Familienbesitz ist und einen beliebten Einkehrort mit traumhaften Ausblick auf den Großglockner darstellt. Die Edelweißspitze ist zudem ein weiterer beliebter Treffpunkt vor allem für Motorradfahrer. Leider sind inzwischen einige dunkle Wolken aufgezogen, weswegen wir beschließen langsam aber doch retour zu fahren.

Fuscher Törl.

Edelweissspitze: dieses Jahr leider kein Postkartenwetter 😉

Wir nehmen diesmal den gleichen Weg zurück über Heiligenblut und das Mölltal. Es gäbe jedoch auch die Möglichkeit über Bruck, Obertauern und den Katschberg wieder nach Kärnten zu fahren.

Fazit

Eine eindrucksvolle Ausfahrt zum höchsten Berg Österreichs entlang der berühmten Großglockner Hochalpenstraße liegt hinter uns, 48 Kilometer kurvige Alpenstraßen mit Panoramablick. Und auch nächstes Jahr wird diese Ausfahrt sicher wieder auf dem Programm stehen. Die Route ist für uns zu einem imposanten Fixpunkt und Highlight in der Motorradsaison geworden, auf den wir nicht verzichten möchten und den wir nicht nur Motorradbegeisterten sehr ans Herz legen können. Neben der Ausfahrt über das Dreiländereck eines der bisherigen Highlights!

Alles Liebe,

Petra aka Yavida

 

Quellen: ua. https://www.grossglockner.at und http://www.edelweissspitze.at

 

Information: Werbung, unbeauftragt!

Dieser Text handelt von meinen persönlichen Erlebnissen und Empfehlungen, die eine werbende Wirkung haben könnten, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt oder bezahlt wurde!