Reisen – es lässt dich sprachlos, dann verwandelt es dich in einen Geschichtenerzähler.  (Ibn Battuta)

Es sind bereits mehrere Jahre vergangen, seitdem ich beschloss, mich auf ein großartiges Abenteuer einzulassen und eine längere Reise anzutreten. Das war vor ziemlich genau 7 Jahren, aber die Erinnerungen bleiben und sie sind vor allem eines: nachhaltig. Diese Reise führte mich weg aus meinem gewohnten, sicheren Umfeld hinein in eine neue unbekannte Welt. Von Kindes Beinen an hatte ich immer schon ein großes, innerliches Bedürfnis zu reisen und die Welt zu entdecken, lebte diesen Aspekt jedoch nie so aus, als dass es mich vollends zufriedenstellen konnte. Inspiriert und motiviert von mehreren lieben Menschen aus meinem persönlichen Umfeld traf ich schließlich die Entscheidung mir eine Auszeit von meinem Beruf zu nehmen und mehrere Monate in Übersee zu verbringen. Die Wahl fiel auf Kanada, genauer gesagt (zunächst) auf Westkanada.

Cathedral Grove Provincial Park, Vancouver Island

Auf der Alpaka-Farm Dashwood Meadows.

Gute geplant ist halb gewonnen

Voraus ging eine mehrmonatige Vorbereitungs- und Planungsphase. Diese war notwendig, um die Zeit im Ausland aus mehrerlei Aspekten für mich optimal zu gestalten. Über eine Internetplattform erfuhr ich beispielsweise von der Möglichkeit bei Gastfamilien zu leben und im Gegenzug dazu unentgeltlich mitzuarbeiten. Für mich persönlich war dies vor allem im Nachhinein betrachtet die beste Gelegenheit das Land kennen zulernen und zu entdecken, Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen und nicht zuletzt um meine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Beim Unkraut jäten , Eden Tree Farm & Gardening, Port Alberni.

 

Der erste „echte“ Bär in meinem Leben, gesichtet auf dem Weg nach Tofino, Vancouver Island.

Als Helper in Westkanada

Mein Abenteuer führte mich zunächst nach Vancouver Island, der größten nordamerikanischen Pazifikinsel. Dort verbrachte ich mehrere Wochen auf einer Alpakafarm, bevor es weiterging zu einer familiengeführten Biogärtnerei. In beiden Betrieben konnte ich viele neue Erkenntnisse vor allem hinsichtlich Selbstversorgung und Gartenbau gewinnen und es entstanden persönliche Kontakte, welche mir bis heute geblieben sind. Irgendwann ging es wieder zurück auf das kanadische Festland hinein in die Provinz British Columbia, genauer gesagt in das wunderschöne Okanagan Valley, das aufgrund seines milden Klimas einer der Hotspots für Obst- und Weinbau in Kanada ist. Dort hatte ich die Gelegenheit einige Wochen mit einer „Native Family“ am Indianerreservat des Lower Similkameen Indian Band zu verbringen. Es war eine jener Erfahrungen, durch welche ich meine Heimat Kärnten noch mehr zu schätzen gelernt habe. Schließlich kam ich nach Calgary in der Provinz Alberta, gelegen am Fuße der Rocky Mountains, wo ich ebenfalls einige Zeit mit einer Gastfamilie lebte. Zwischenzeitlich machte ich auch Abstecher in die USA und nach Mexico. Meine Reise sollte bei den Niagarafällen in Ostkanada enden, was sie jedoch nicht tat. Denn dort fing sie eigentlich noch einmal so richtig an. Aber dazu vielleicht in einem späteren Blogpost  mehr.

Am Indianerreservat im Similkameen Valley, British Columbia.

 

Mounties bei der berühmten Calgary Stampede.

Grizzlybär in den Rocky Mountains, Alberta.

Die Reise zu sich selbst

Was ich mitnehme aus diesen fast 6 Monaten alleine reisen ist vor allem die Erkenntnis, dass ich innerlich frei werden und dadurch Altes loslassen konnte – Dinge, die vielleicht schon längst hätten losgelassen werden müssen. Eine neue Umgebung gepaart mit neuen Eindrücken kann Impulse setzen und in uns Veränderungsprozesse anstoßen. Wenn wir diese erkennen und als solche annehmen, haben wir die Möglichkeit zu wachsen, uns gegebenenfalls neu zu orientieren und unser Leben vielleicht aus einer anderen Perspektive zu betrachten. In meinem Fall war es zum Glück so und ich bin dankbar, dass ich das alles genauso wie es war erleben durfte – mit allen Höhen und Tiefen.

Als kleine Inspiration möchte ich ab nun in regelmäßigen Abständen ein paar meiner Bilder und Geschichten aus dieser Zeit mit Euch teilen (hier im Blog sowie auf Instagram und Facebook), damit diese nicht ganz verloren gehen: Landschaften, Begegnungen, Eindrücke, Momente. Einerseits für all jene, die ein ähnliches Abenteuer (noch) vor sich haben und andererseits für all jene, die vielleicht einfach noch einmal mit mir auf meine Reise gehen möchten. In diesem Sinne alles Liebe,

Eure Petra

aka Yavida!

 

Information: Werbung, unbeauftragt!

Dieser Text handelt von meinen persönlichen Erlebnissen und Empfehlungen, die eine werbende Wirkung haben könnten, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt oder bezahlt wurde!